Karneval
Flutende Lichter, Ba-
chantengetöse,
Tanz zur Ekstase,
heißa-tschibumm!
Aufmärsche, Johlen,
Blöße in Flitter,
frostige Liebe,
heißa-tschibumm!
Eishieroglyphen,
Dreispitz mit Schärpe,
Masken auf Fratzen,
heißa-tschibumm!
Trauben von Körpern,
Häuser, die schunkeln,
Gläser verdursten,
heißa-tschibumm!
Trunkene tragen
über die Wolken
goldene Räusche,
heißa-tschibumm!
Lallendes Torkeln,
Sprache gefroren,
Rhythmus erloschen,
heißa-tschibumm!
Kopfschmerz und Halsweh.
Herzschmerz am Ende,
carne valete,
oweia-oweh!
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Nebeltag
So farbleer, lichtlos, fahl
der Tag!
Wie Blei
liegt Nebel auf
der Flur
und raubt den Atem dir.
In grauer Watte gei-
stert krüpplig Baumgespinst,
und seelenlose Krähenschnä-
bel mimen laut-
los Echotöne. Totenstill
der Raum.
Gebrochne Augen stie-
ren starr
aus trübem Grund
dich an.
Nirwanaweit von dir entfernt
ahnst du
der Sonne Licht.
Die Welt
ein Nichts,
ein Nie,
ein Nimmermehr.
Du bist allein. |